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Das Ja der Dankbarkeit In der Bibel entdeckt - heute gelebt von Schneider, Andrea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.08.2015
  • Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
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Das Ja der Dankbarkeit

Die ehemalige 'Wort zum Sonntag'-Sprecherin und bekannte Predigerin Andrea Schneider zeichnet in 16 Kapiteln ein inspirierendes Bild der Dankbarkeit, das Impulse und Anregungen für den Alltag gibt. Denn wer genau hinsieht, entdeckt in der Bibel unzählige Dankbarkeitsgeschichten - und jede zeigt einen besonderen Aspekt, hat ihre ganz eigene Bedeutung. Dadurch wird klar: Dank ist viel mehr als eine höfliche Floskel, sondern erstreckt sich über alle Bereiche des Lebens. Andrea Schneider, geb. 1955, hat 3 Kinder und 2 Enkelkinder. Sie studierte Theologie und Germanistik und war viele Jahre Sprecherin beim Wort zum Sonntag. Heute arbeitet sie als Evangelisch-Freikirchliche Rundfunkpastorin, daneben als Autorin, Moderatorin, Referentin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 03.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783417228113
    Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
    Größe: 1624 kBytes
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Das Ja der Dankbarkeit

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

Kapitel 2

DIE ARCHE IN DER GROSSEN FLUT -
GERETTET WERDEN UND DANKEN

Für viele Menschen gibt es Zeiten im Leben, da ist das Gefühl von Dankbarkeit unendlich weit weg. Da ist die Fähigkeit, überhaupt etwas zu fühlen, weit weg. Da ist tief in der Seele nur Leere, nichts als Leere. Auch sich zu erinnern an lebendige, schöne Zeiten im Leben will dann nicht gelingen. Alles ist wie tot. "Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!" - Was er mir Gutes getan hat? Auch ein Gedanke wie dieser geht unter im Meer von Tränen und Traurigkeit. Und nur eine Frage stellt sich: Wo ist Rettung aus dieser lebensfeindlichen Düsternis und Depression?

Ich habe eine Rettungsgeschichte in der Bibel entdeckt. Sie erzählt vom Untergehen und dann doch wieder Auftauchen-Dürfen. Wie Psalm 103, den wir miteinander betrachtet haben, bezeugt auch sie die Güte Gottes, die ewig währt. Sie lockt, nicht zu vergessen, was Gott Gutes getan hat und immer wieder tut. Auch an den tiefsten Tiefpunkten des Lebens. Und so vom Ende her gesehen ist sie auch eine Dankbarkeitsgeschichte.
Ganz am Anfang

Auf den ersten Seiten der Bibel lesen wir, wie Gott aus dem chaotischen Tohuwabohu seine wunderschöne Welt erschafft. Die Erde ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Die Menschen im Einklang mit der Natur und mit sich selbst. Paradiesische Zustände. Gottes Prädikat: "Sehr gut!"

Aber wir lesen auch vom Bösen, das in die Welt kommt, von Eigensinn und Sünde. Die Menschen wollen besser wissen als Gott, was gut und böse ist. Wollen unabhängig von ihm leben. Sie verscherzen sich das Paradies. Sie schauen auf sich selbst und spüren: Wir sind nackt! Ungeborgen in der plötzlich bedrohlichen Welt. Fürsorglich näht Gott seinen Menschenkindern Kleider, damit sie geschützt sind. Aber statt Liebe leben sie Konkurrenz. Aus Bruderneid wächst Brudermord. Von Generation zu Generation breiten sich Selbstherrlichkeit und Unrecht aus.

Da bereut Gott sein Unternehmen "Schöpfung". Er vergisst seine Welt und seine Menschen und sich selbst - im Zorn. Er schickt das große Wasser. Regen von oben, Ströme von unten: die Sintflut.

Die Geschichte von der Sintflut und der Arche Noah ist eine der bekanntesten der Bibel. Unzählige Bilder und Bilderbücher, Figuren und Fantasiegeschichten gibt es von Noah, seinen Tieren, seiner Arche. Aber es ist letztlich keine anschaulich nette Kindergeschichte. Es geht um das im Innersten tief verwurzelte "arche"-typische Thema Tod und Leben. Es geht ums Untergehen, Gerettetwerden und Danken.
Die große Flut

Sintflut und Arche - diese Bilder aus der Urgeschichte der Bibel sind Ur-Bilder des Lebens. Obwohl viele das assoziieren, hat das Wort "Sintflut" übrigens eigentlich nichts mit "Sünde" zu tun, es meint nicht "Sünd-Flut". "Sintfluot" ist althochdeutsch und bedeutet "immerwährende, umfassende Überschwemmung".

Die Sache selbst allerdings, die große Flut, die alles Leben zerstört, hat durchaus zu tun mit der Sünde der Menschen. Ihre Wurzel ist letztlich Undankbarkeit - Undankbarkeit für die lebensschaffende Beziehung zu Gott. Aus ihr bricht der Mensch selbstverantwortlich aus. So ist er im Letzten selbst dafür verantwortlich: Alles, was wächst und wimmelt auf der Erde, wild ist oder zahm - alles Leben wird vernichtet vom Schöpfer des Lebens, der seine Welt doch erst so wunderbar erschaffen hat. Nur Noah, der einzige "Gerechte" weit und breit, seine Familie und von den Tieren je ein Paar werden gerettet - in der Arche, die Gott Noah bauen lässt als Geschenk zum Überleben.

Nach schier endlos langer Zeit und schier bodenlos tiefem Untergang erinnert sich Gott an Noah und die Arche. Er schließt die Himmelsschleusen. Langsam sinkt der Wasserspiegel. Die Arche setzt auf einem Berg auf. Und Noah öffnet eine Luke, lässt zuers

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