text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Tür ist offen Ergreife Gottes Chancen von Ortberg, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.01.2016
  • Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Tür ist offen

Augen öffnen für die Türen, die Gott uns öffnet - das möchte Bestseller-Autor John Ortberg uns nahebringen. Denn Gott öffnet für jeden von uns Türen - und zwar jeden Tag! Doch nur wenn wir den Schritt über die Schwelle wagen, erwartet uns auch eine Fülle von Abenteuern und erstaunlichen Erfahrungen. John Ortberg zeigt, wie wir diese göttlichen Chancen in unserem Alltag erkennen und vor allem auch nutzen können! Sein Buch hilft, die Angst vor falschen Entscheidungen zu überwinden und ebenso mutig wie selbstbewusst durch offene Türen zu gehen. John Ortberg ist Autor, Redner und Seniorpastor der Menlo Park Presbyterian Church im Großraum San Francisco Bay. Er hat zahlreiche Bestseller geschrieben und hält Vorträge und Predigten auf Konferenzen und in Gemeinden überall auf der Welt. John und seine Frau Nancy haben drei erwachsene Kinder und lieben den Pazifik.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 26.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783417228427
    Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
    Originaltitel: All the Places To Go ... How Will You Know?
    Größe: 4103 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Tür ist offen

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]
2

Offene- Tür -Menschen und Geschlossene- Tür -Menschen

I n meiner Universität gab es Pflichtgottesdienste. Eigens dazu abgestellte Studenten - die wir liebevoll als "Kirchenspitzel" bezeichneten - saßen auf besonderen Plätzen und führten Anwesenheitslisten, also musste die Uni jedes Semester eine systematische Sitzordnung für die Gottesdienste entwerfen. Meist wurden wir alphabetisch platziert oder nach Hauptfach oder nach dem Bundesstaat, aus dem wir kamen. In einem Semester platzierten uns die Kirchenspitzel nach Durchschnittsnoten. Etwa in der dritten Woche des Semesters kam uns etwas von diesem System zu Ohren. Uns wurde bewusst, dass man anhand unseres Sitzplatzes schnell herausfinden konnte, wie klug wir waren - die Studenten mit einem besseren Schnitt saßen vorn, die mit einem schlechteren Schnitt weiter hinten. Als dies bekannt wurde, gab es einen kleinen Aufstand. Die Organisatoren mussten die gesamte Studentenschaft umsetzen und die Anwesenheitslisten des ersten Monats vernichten. Wen interessiert es schon, ob andere Leute wissen, wie klug wir sind?

Laut der Forscherin Carol Dweck gibt es zwei Arten von Menschen: Die einen interessiert es sehr und die anderen kaum. Und das wiederum hängt damit zusammen, ob diese Menschen durch offene Türen hindurchgehen oder eher nicht.

Carol Dweck erforscht die Denkweise von Menschen und ihre Fähigkeit, Widrigkeiten zu bewältigen. Sie interessiert sich besonders dafür, wie Menschen mit Begrenzungen, Hindernissen, Versagen und Veränderungen umgehen. In einer Studie gab sie einer Gruppe von Zehnjährigen Mathematikaufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad zu lösen, um zu sehen, wie sie mit Versagen zurechtkommen. Die meisten Schüler waren nach einer Weile entmutigt und niedergeschlagen, doch einige wenige reagierten ganz anders. Ein Kind rieb sich angesichts seines Misserfolgs die Hände, schnalzte mit der Zunge und sagte: "Ich mag Herausforderungen!" Ein anderes Kind, das bei einer Matheaufgabe nach der anderen aufgeben musste, sagte: "Wissen Sie, ich hatte mir gewünscht, dass das hier eine lehrreiche Sache ist."

Die Forscherin fragte sich, was an diesen Kindern anders war. "Ich dachte immer, entweder kommt man mit Versagen zurecht oder eben nicht. Ich hätte nie gedacht, dass jemand Misserfolge mögen könnte. Waren das außerirdische Kinder, oder waren sie etwas Wichtigem auf der Spur?" 9

Carol Dweck erkannte, dass diese Kinder sich nicht nur nicht von ihrem Versagen entmutigen ließen, sondern dass sie es vielmehr gar nicht als Versagen betrachteten. Sie gingen davon aus, dass sie etwas lernten . Die Forscherin zog daraus die Schlussfolgerung, dass Menschen aus zwei ganz verschiedenen, fast gegensätzlichen Richtungen ans Leben herangehen. Eine dieser grundsätzlichen Einstellungen möchte ich als "geschlossene Denkweise" bezeichnen. Menschen mit einer geschlossenen Denkweise gehen davon aus, dass das Leben eine festgelegte Menge an Gaben und Talenten enthält und ihr Wert als Mensch davon abhängt, wie talentiert sie sind. Darum halten sie es für ihre Aufgabe, andere davon zu überzeugen, dass sie "es" haben, was auch immer dieses "es" ist.

Wenn ich so über mein Leben denke, dann sind offene Türen natürlich etwas, dem ich größtenteils aus dem Weg gehe, denn bei jeder Herausforderung steht mein Wert als Mensch auf dem Spiel: Vielleicht habe ich nicht genug von diesem "es". Ich versuche, mein Leben so zu gestalten, dass ich immer Erfolg habe und niemals versage. Ich will nie einen Fehler machen, denn wenn ich einen Fehler mache, könnten die anderen ja denken, ich habe "es" nicht.

Das zeigt sich schon früh im Leben. Wenn Kinder in der Schule eine große Klassenarbeit schreiben, sagen manche zu ihren Mitschülern: "Ich habe nicht mal für die Arbeit gelernt." Warum sagen sie so et

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen