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Petrus und Paulus Die Apostelfürsten von Abeln, Reinhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2015
  • Verlag: Topos
eBook (PDF)
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Petrus und Paulus

Petrus, der 'Fels', und der Völkerapostel Paulus sind die überragenden Gestalten der jungen Kirche nach Jesu Tod und Auferstehung. Die meisten kennen das, was die Bibel von ihnen berichtet. Aber können wir diesen Erzählungen vertrauen? Was sagt eigentlich die historische Forschung? Helfen uns Ausgrabungen weiter? Reinhard Abeln stellt die beiden 'Apostelfürsten' im Licht der neuesten Erkenntnisse dar. Ein besonderes Kapitel widmet er dabei den großen Missionsreisen des Paulus, die das Christentum von einer jüdischen Sekte zu einer Weltreligion werden ließen. Reinhard Abeln, geb. 1938, Dr. phil., Redakteur i.R., Referent in der Erwachsenenbildung und Autor zahlreicher Veröffentlichungen, unter anderem zu biblischen Themen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 02.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783836750196
    Verlag: Topos
    Größe: 3320 kBytes
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Petrus und Paulus

I. Petrus - der Fels

Leben und Wirken

In der Peterskirche, der größten Kirche der Christenheit, in Rom ist das Grab des heiligen Petrus. Am Vatikanischen Hügel hat er, der Erste unter den Aposteln, den Kreuzestod erlitten. Über seinem Grab lesen wir heute in großer Mosaikschrift die Worte: "Du bist Petrus, der Fels, und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen." Bevor Papst Benedikt am 24. April 2005 in seine neue Aufgabe als Oberhaupt der katholischen Kirche eingeführt wurde, betete er am Grab des heiligen Petrus.

Wer war dieser Petrus, den Jesus vor zweitausend Jahren zum Grundstein seiner Kirche ausgewählt hat? Die Nachrichten über sein Leben und Wirken stehen nicht in einer "Heiligenlegende", sondern in der Heiligen Schrift, im Neuen Testament. Sie sind aufs Engste verwoben mit den Berichten über das Leben und Wirken Jesu.

Über keinen Menschen, der den Lebensweg Jesu auf Erden mitgegangen ist, berichtet die Heilige Schrift so viel und so plastisch wie über Petrus. Nicht einmal Maria, die Mutter Jesu, wird so oft im Neuen Testament erwähnt wie der Apostel. Insgesamt umfassen die biblischen Aussagen über Petrus 163 Verse; über Maria sind es (nur) 118. Das zeigt, welch große Bedeutung Petrus im Leben Jesu, im Kreis der übrigen Apostel und im Leben der Menschen, zu denen er gesandt war, eingenommen hat.
Berufung am See Gennesaret

Simon, wie Petrus ursprünglich hieß, wurde in Betsaida, einem kleinen und unbekannten Dorf am nordwestlichen Ufer des Sees Gennesaret, geboren. Sein Vater hieß Johannes oder Jonas (Johannes 1,42; Matthäus 16,17). Wie sein Bruder, der spätere Apostel Andreas, lebte er recht bescheiden vom Fischfang. Denn wer damals kein Land besaß und bloß Fischer war, gehörte zu den armen Leuten. Täglich fuhr er mit seinem Boot auf den See hinaus und warf die Netze aus. Er verdiente sein Brot mit seiner Hände Arbeit.

Irgendwann ließ sich Petrus einige Kilometer weiter nördlich in Kafarnaum, der größten Ortschaft Galiläas, nieder. Dort zog er in das Haus seiner Schwiegereltern. Die Schwiegermutter hat Jesus, der sich öfters im Hause des Petrus aufhielt, durch ein Wunder von einer fieberhaften Erkrankung geheilt.

Im Markusevangelium heißt es über diese Heilung: "Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie (Simon, Jakobus und Johannes) sprachen mit Jesus über sie, und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie sorgte für sie." (Markus 1,29-31)

Sicherlich wäre Simon einer der namenlosen und längst vergessenen Fischer geblieben, wenn er nicht eines Tages Jesus begegnet wäre. Der Evangelist Lukas berichtet davon (5,1-11):

Jesus war aus seinem Heimatdorf Nazaret an den See Gennesaret gekommen. Am Ufer des Sees drängten sich viele Menschen um ihn, die seine Worte über das Reich Gottes hören wollten. Die Menschenmenge war so groß, dass viele seine Worte nicht verstehen konnten. Da sah Jesus zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und reinigten in dem flachen Wasser am Ufer ihre Netze.

Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn: "Stoß vom Ufer ab! Vom Boot aus will ich zu den Menschen sprechen." Da ließ Simon die Netze liegen und ruderte Jesus ein Stück weit auf den See hinaus.

Jesus sprach zu den vielen Menschen am Ufer und sie hörten seine Stimme: "Der Herr ist bei euch. Das Reich Gottes ist zu euch gekommen." Nachdem er seine Rede beendet hatte, sprach er zu Simon: "Fahrt hinaus auf den See! Dort sollt ihr eure Netze auswerfen!"

Aber Simon antwortete: "Herr, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen."

Die Fischer ruderten auf den See hinaus. Und sie

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