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Dein Reich komme Wort-Gottes-Feiern zum Vaterunser von Huber, Max (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2016
  • Verlag: Verlag Friedrich Pustet
eBook (ePUB)
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Dein Reich komme

Das Vaterunser ist sicherlich das bekannteste und am häufigsten gesprochene Gebet. Es kommt in fast allen liturgischen Feiern vor und beSetzt auch im privaten Gebetsschatz den obersten Rang. Sich einmal Zeit zu nehmen, die sieben Bitten dieses Textes neu zu durchdenken, die biblischen Grundlagen zu entdecken und auf heutiges Leben zu beziehen, ist daher ein lohnendes Ziel. Der bekannte Seelsorger und Autor Max Huber findet in der Wort-Gottes-Feier einen passenden liturgischen Rahmen für die verständliche und aktuelle Auslegung des Vaterunser-Gebets. Er bietet hier eine thematische Gottesdienstreihe mit acht ausgearbeiteten Modellen, die als Gemeinde- wie als Gruppengottesdienste gefeiert werden können. Max Huber, ist Domkapitular i. R. der Diözese Passau und war lange Jahre Leiter des dortigen Seelsorgeamts.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 88
    Erscheinungsdatum: 15.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783791760940
    Verlag: Verlag Friedrich Pustet
    Größe: 573 kBytes
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Dein Reich komme

Unser Vater - geheiligt werde dein Name

Einführung

In einer Predigtreihe wollen wir uns das Vaterunser erschließen. Die Einführungspredigt befasste sich mit der besonderen Eigenart und der Aussageabsicht dieses Jesusgebetes. Heute geht es um die erste Vaterunser-Bitte: "Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name!"

Dass Gott unser Vater ist, bedeutet für die Zeitgenossen Jesu fast eine revolutionäre Aussage. Und dass sein "Name geheiligt werde", meint mehr als Anbetung und Verehrung Gottes.

Lassen wir uns deshalb in gläubiger Neugier ein auf das Verständnis dieser Aussage und grüßen wir dankbar den, der uns diesen väterlichen Gott geoffenbart hat.

Christusrufe

Herr Jesus Christus,

du bist das Abbild des unsichtbaren Gottes.

Kyrie eleison!

Dem Apostel Philippus hast du gesagt: "Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen." (Joh 14,9)

Christe eleison!

Du hast uns ermuntert, darum zu bitten, dass Gott sich offenbare, damit wir noch mehr an ihn glauben können.

Kyrie eleison!

So erbarme sich unser der barmherzige Gott, er berühre unser Innerstes und mache uns offen für die Erkenntnis seines Namens. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

A

Amen.

Gebet

Großer Gott unseres Lebens!

Du bist kein namenloses Schicksal,

keine unpersönliche Macht.

Seit Jesus wissen wir,

dass wir zu dir "Abba", Vater, sagen dürfen.

Väterlich bist du unserem Leben zugewandt.

Wir sind in Liebe von dir gesehen und angenommen.

Du schenkst uns Geborgenheit und Heil.

Bei dir lass uns daheim sein

und einst in ein ewiges Leben mit dir in dein Vaterhaus gelangen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

A

Amen.

Lesung

Ez 36,19-25

Evangelium

Joh 14,7-11

Predigt

Der Gottesbegriff Israels

Das Gebet, das Jesus auf Ersuchen der Jünger ihnen empfiehlt, beginnt mit der Anrufung "Vater unser" . Auf dem Hintergrund jüdischer Frömmigkeit betrachtet, ist das geradezu eine revolutionäre Anrede Gottes. Aus großer Ehrfurcht vermieden die Juden die direkte Anrede Gottes und nannten ihn ,,Jahwe" , das heißt "Ich bin der unbedingt Da-Seiende, ich bin der ich bin". Daneben gab es die Anrede "Elohim" , ein Wort für die Majestät Gottes. Wollte man den Herrschaftsanspruch Gottes hervorheben, nannte man ihn Adonai . Schließlich verehrte auch Israel Gott ganz allgemein als Vater, aber mehr als Vater des Volkes.

"Vater" unser

Zum ersten Mal lehrte Jesus den Gebrauch dieses Wortes im Sinne des Vaters jedes Einzelnen. Gott ist kein Etwas, keine Weltseele, keine vergeistigte Kraft des Weltalls, keine Schicksalsmacht oder gar ein vermenschlichter Gott der Antike. Kein deistischer Gott, der die Welt ins Leben gerufen und wie ein lediger Kindsvater ohne Verantwortung diese Welt ihrem Dasein überlassen hat.

Der Vater Jesu

Wenn Jesus von seinem Vater im Himmel spricht, dann immer aus einem ganz persönlichen, innigen Verhältnis heraus. Jesus ist ja kein geschöpfliches Gegenüber Gottes wie der Mensch. Er selbst kommt aus dem gleichen Wesen, aus der gleichen Natur Gottes. Vergleichsweise könnte man sagen: Er hat gewissermaßen die gleiche Blutgruppe. Er kommt aus göttlichem Geschlecht. Darum "Abba", was so viel heißt wie "lieber Papa!" Ein Verwandtschaftsgrad von Gottes Gnaden und ohne Vergleich gegenüber den Menschen. Und dennoch ist es uns erlaubt, Gott genauso anzureden: "lieber Vater!" Anschmiegsame Vertraulichkeit und Geborgenheit wie in einem Vater-Kind Verhältnis ist hiermit ausgedrückt. Der Mensch, der nach der Bibel als Bild und Gleichnis Gottes entworfen ist, steht in

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