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Die Göttersöhne Die Götter der Germanen - Band 19 von Eilenstein, Harry (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Die Göttersöhne

Die Reihe Die achtzigbändige Reihe "Die Götter der Germanen" stellt die Gottheiten und jeden Aspekt der Religion der Germanen anhand der schriftlichen Überlieferung und der archäologischen Funde detailliert dar. Dabei werden zu jeder Gottheit und zu jedem Thema außer den germanischen Quellen auch die Zusammenhänge zu den anderen indogermanischen Religionen dargestellt und, wenn möglich, deren Wurzeln in der Jungsteinzeit und Altsteinzeit. Daneben werden auch jeweils Möglichkeiten gezeigt, was eine solche alte Religion für die heutige Zeit bedeuten kann - schließlich ist eine Religion zu einem großen Teil stets der Versuch, die Welt und die Möglichkeit der Menschen in ihr zu beschreiben. Das Buch Dieses Buch enthält die Betrachtungen über Hödur den Wintergott, Wali den Rächer, Widar den Himmelswanderer, Bragi den Skalden, Forseti den Richter, Hofund Tyr-Sohn, Magni den Starken, Modi den Kämpfer, Wali Loki-Sohn, Nari Loki-Sohn, Narfi Loki-Sohn und über den namenlosen Sohn des Freyr und der Freya. Ich bin 1956 geboren und befasse mich nun seit 40 Jahren intensiv mit Magie, Religion, Meditation, Astrologie, Psychologie und verwandten Themen. Im Laufe der Zeit habe ich ca. 40 Bücher und ca. 50 Artikel für verschiedene Zeitschriften verfasst. Seit 2007 habe ich meine jahrzehntelange Nebentätigkeit ausgeweitet und bin nun hauptberuflich Lebensberater. Dies umfasst die eigentlichen Beratungen, aber auch das Deuten von Horoskopen, Heilungen, Rituale, Hilfe bei Spukhäusern u.ä. Problemen, Ausbildung in Meditation und Feng Shui und vieles mehr. Auf meiner Website www.HarryEilenstein.de finden Sie einen Teil meiner neueren Artikel und auch einen ausführlichen Lebenslauf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 204
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783744827775
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2883 kBytes
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Die Göttersöhne

4. Der Mörder des Baldur
4. a) Die Vision der Seherin

Hödurs einzige Funktion in den überlieferten Mythen ist es, seinen Halbbruder Baldur durch eine List des Loki ungewollt zu töten, wodurch dann schließlich der Ragnarök begann. Dieser "lange Winter" ist die Umdeutung des ständigen Wechsels von Tag und Nacht sowie von Sommer und Winter zu einem einmaligen Ereignis, dem Fimbulwinter ("gewaltiger Winter").

Die Mistel als "Tatwaffe" ist als immergrüne Pflanze vermutlich ursprünglich ein Symbol dafür gewesen, daß es nach der Nacht einen neuen Morgen, nach dem Winter einen neuen Sommer und nach dem Tod eine Wiedergeburt geben wird.

Ich sah dem Baldur, dem blutenden Gott,

dem Sohn des Odin, sein Schicksal bestimmt:

Berühmt und schön stand hoch über den Wiesen

zu voller Kraft herangewachsen, der Mistelzweig.

Aus dem Zweig, der so schlank und schön schien,

wurde ein schädlicher Stab, den Hödur schießen sollte;

aber schon nach kurzem wurde Baldurs Bruder geboren

und als er eine Nacht alt war, kämpfte Odins Sohn.

Seine Hände wusch er nicht, seine Haare kämmte er nicht,

bis er Baldurs Feind zum Todesfeuer trug.

Doch in Fensalir weinte Frigg bitterlich

um Walhalls Verlust - wollt ihr noch mehr wissen?

"Baldurs Bruder" ist der Odin-Sohn Wali, der im Alter von einer Nacht schon seinen Halbbruder rächte. Diese kurze Zeitspanne erklärt sich daraus, daß Wali ursprünglich der Sonnengott-Göttervater Tyr gewesen ist, der am Abend stirbt und am Morgen wiedergeboren wird. Hödur ist der "abendliche Mörder" des Göttervaters - er hat also die Funktion des Loki in den alten, Tyr-zentrierten Mythen vor 500 n.Chr. übernommen.

Baldur ist die Verkörperung des Schönen, Guten und Richtigen. In den Mythen der Indogermanen findet sich des öfteren ein solcher Gott, von denen der griechische Apollon der bekannteste sein wird. Er ist aus einer Verselbständigung des Aspektes des Richtigkeit-Erhalters des Sonnengott-Göttervaters entstanden.

Da der Tod und die Wiedergeburt des Göttervaters und allgemein die Wiedergeburt der Toten dem Sonnenuntergang bzw. dem Sonnenaufgang gleichgesetzt wurden, hat dieser "Gott der Richtigkeit und der Schönheit" oft auch Charakterzüge eines Sonnengottes - insbesondere den zyklischen Tod.

In diesem Zusammenhang ist Hödur das, was dem Guten, dem Schönen und der Richtigkeit ein Ende bereitet: die Nacht, der Winter und das Chaos.
4. b) Gylfis Vision

Am ausführlichsten werden der Tod des Baldur und die Ereignisse, die dazu führten, in "Gylfis Vision" berichtet:

Da frug Gangleri: "Haben sich noch andere Abenteuer mit den Asen ereignet? Eine gewaltige Heldentat hat Thor auf dieser Fahrt verrichtet."

Har antwortete: "Es mag noch von Abenteuern berichtet werden, die den Asen bedeutender scheinen.

Und das ist der Anfang dieser Sage, daß Baldur, der gute, schwere Träume träumte, die seinem Leben Gefahr deuteten. Und als er den Asen seine Träume sagte, pflogen sie Rat zusammen und beschlossen, dem Baldur Sicherheit vor allen Gefahren auszuwirken.

Da nahm Frigg Eide von Feuer und Wasser, Eisen und allen Erzen, Steinen und Erden, von Bäumen, Krankheiten und Giften, dazu von allen vierfüßigen Tieren, Vögeln und Würmern, daß sie Baldurs schonen wollten.

Als das geschehen und allen bekannt war, da kurzweilten die Asen mit Baldur, daß er sich mitten in den Kreis stellte und einige nach ihm schossen, andere nach ihm hieben und noch andere mit Steinen warfen. Und was sie auch taten, es schadete ihm nicht; das dünkte sie alle ein großer Vorteil.

Aber als Loki, Laufeyjas Sohn, das sah, da gefiel es ihm ü

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