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Jakob und Esau im Religionsunterricht der Grundschule: Exegetische und bibeldidaktische Perspektive exegetische und bibeldidaktische Perspektive von Hornung, Simone (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.06.2007
  • Verlag: GRIN Verlag
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Jakob und Esau im Religionsunterricht der Grundschule: Exegetische und bibeldidaktische Perspektive

Examensarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Theologie - Didaktik, Religionspädagogik, Note: 2,0, Pädagogische Hochschule Karlsruhe (Katholische Theologie / Religionspädagogik), 42 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Jakob wird zusammen mit Abraham, Isaak und den zwölf Söhnen Jakobs als Stammväter oder Patriarchen des Volkes Israel bezeichnet. Esau findet man in der Auflistung dieser Stammväter nicht.
Die Erzählung über Jakob und Esau im Buch Genesis des Alten Testamentes ist der nächste große Abschnitt der Patriarchengeschichte. Die Erzählung scheint eine zusammenhängende Geschichte zu sein, in deren Vordergrund das Widereinander von Jakob und Esau steht. In der Literatur bezeichnet man diesen Teil der Patriarchenerzählung gerne als 'Jakobsgeschichte'. Wie die Bezeichnung 'Jakobsgeschichte' schon vermuten lässt erfährt der Leser in diesem Teil der Patriarchenerzählung nicht viel über Esau. Jakob hingegen begleitet uns durch die Erzählung wie ein 'roter Faden'.
Im ersten Kapiteln werden die einzelnen Abschnitten von Gen 25-36 genauer betrachtet und mit Hilfe unterschiedlicher Kommentare gedeutet, d.h. es wird eine historisch-kritische Exegese vorgenommen.
Im zweiten Kapitel werden die einzelnen Ansätze der Bibeldidaktik näher erläutern und der Ansatz von Ingo Baldermann etwas ausführlicher dargestellt. Vor allem den Ansatz der Psalmendidaktik wird etwas näher in Augenschein genommen.
Im dritten Kapitel geht es dann um die Umsetzung im Unterricht. Fragen die dort beantwortet werden sollen, sind: 'Welche Abschnitte der Jakob-Esau Erzählung eignen sich für den Unterricht?' 'Welcher Ergebnisse der historisch-kritischen Exegese sind für die Kinder von Bedeutung?' und 'Wie lassen sich die Themen im Unterricht umsetzen?'. 'Welche Ziele könnte die Lehrplaneinheit haben?'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 169
    Erscheinungsdatum: 08.06.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783638695831
    Verlag: GRIN Verlag
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V75150
    Größe: 1982kBytes
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Jakob und Esau im Religionsunterricht der Grundschule: Exegetische und bibeldidaktische Perspektive

Einleitung

Jakob wird zusammen mit Abraham, Isaak und den zwölf Söhnen Jakobs als Stammväter oder Patriarchen des Volkes Israel bezeichnet. Esau findet man in der Auflistung dieser Stammväter nicht. Es fällt schwer diese Erzählung geschichtlich und geographisch einzuordnen, weil man nicht viel darüber weiß. Auch die Bibelstellen geben keine genauen Hinweise. "Als Zeit der Patriarchen kommt die ganze Spanne zwischen dem 18. und 13. Jahrhundert v. Chr. in Frage. Der Lebensraum der Urväter erstreckt sich vom Zwei-Strom-Land (Griechisch: Mesopotamien) bis nach Ägypten. Haran in Nordmesopotamien gilt den meisten biblischen Texten als Stadt Abrahams, dort vernimmt dieser den Ruf Gottes nach Kanaan (das spätere Israel) auszuwandern. In Ägypten schließlich finden die Patriarchenerzählungen mit dem Aufstieg Josephs am Hof des Pharaos ihr Ende." 1 Die Erzählung über Jakob und Esau im Buch Genesis des Alten Testamentes ist der nächste große Abschnitt der Patriarchengeschichte. Die Erzählung scheint eine zusammenhängende Geschichte zu sein, in deren Vordergrund das Widereinander von Jakob und Esau steht. In der Literatur bezeichnet man diesen Teil der Patriarchenerzählung gerne als "Jakobsgeschichte". Aber eigentlich beginnt diese Erzählung mit den Worten "Und das ist die Geschlechterfolge nach Isaak", und endet mit dem Tod Isaaks. "So liegt es doch viel näher, das Ganze in der Absicht der Sammler doch eigentlich als eine Isaaksgeschichte zu verstehen." 2 Nach von Rad müsste man dann konsequent bleiben und die "Josephsgeschichte" als "Jakobsgeschichte" bezeichnen.

Wie die Bezeichnung "Jakobsgeschichte" schon vermuten lässt erfährt der Leser in diesem Teil der Patriarchenerzählung nicht viel über Esau. Jakob hingegen begleitet uns durch die Erzählung wie ein "roter Faden". Über Esau wird nur berichtet, wie er gegen seinen Bruder kämpft, in Gen 28, 8-9 wird kurz seine Heirat erwähnt und dann taucht er erst wieder in Gen 32, 2 auf, als Jakob die Versöhnung mit Esau wünscht. Ansonsten erfährt der Leser wie Jakob flieht und das erste Mal Gott begegnet, wie Jakob durch Laban betrogen wird und wie die beiden Schwestern Rahel und Lea um die Gunst von Jakob ringen. Erst nach dieser langen Erzählperiode treffen die beiden Brüder wieder aufeinander.

In der Literatur wird die "Jakobsgeschichte" in "vier Hauptbestandteile unterschieden: 1. Die Erzählung von Jakob und Esau; 2. Jakob und Laban; 3. Gotteserscheinungen und Heiligtümer; 4. Geschichten von den Kindern Jakobs." 3

Im ersten Kapiteln möchte ich mich nun eingehender mit den einzelnen Abschnitten von Gen 25-36 beschäftigen, d.h. eine historisch-kritische Exegese vornehmen. Hier muss wohl der Begriff Exegese zunächst ausführlicher erklärt werden. "Das Wort kommt aus dem griechischen und bedeutet Erklärung, Auslegung. Die Exegese ist die Auslegung von Texten, besonders von Gesetzestexten und der biblischen Schriften. Die biblische Exegese zielt darauf, Bedeutung und Sinn des in den Texten Gemeinten zu verdeutlichen. Hauptprobleme dieser Bemühung sind zum einen der überlieferte normative Charakter der biblischen Schriften als Heilige Schrift (die Texte gelten als Offenbarung und sprechen damit für sich selbst, bedürfen also keiner Auslegung), zum anderen die hermeneutische Problematik, dass die Texte Zeugnis für eine bestimmte geschichtliche Situation sind, gleichwohl für allgemein gültig gehalten werden, d.h. auch f&uum

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