text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Lexikon der germanischen Religion Die Götter der Germanen - Band 2 von Eilenstein, Harry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Lexikon der germanischen Religion

Die Reihe Die achtzigbändige Reihe 'Die Götter der Germanen' stellt die Gottheiten und jeden Aspekt der Religion der Germanen anhand der schriftlichen Überlieferung und der archäologischen Funde detailliert dar. Dabei werden zu jeder Gottheit und zu jedem Thema außer den germanischen Quellen auch die Zusammenhänge zu den anderen indogermanischen Religionen dargestellt und, wenn möglich, deren Wurzeln in der Jungsteinzeit und Altsteinzeit. Daneben werden auch jeweils Möglichkeiten gezeigt, was eine solche alte Religion für die heutige Zeit bedeuten kann - schließlich ist eine Religion zu einem großen Teil stets der Versuch, die Welt und die Möglichkeit der Menschen in ihr zu beschreiben, Das Buch Dieses Lexikon enthält ca. 1700 Beschreibungen der germanischen Götter, Göttinnen, Riesen, Riesinnen, Zwerge, Priester, Zauberinnen, Tempel, Zaubersprüche, magischen Waffen, Tiere, Pflanzen, Farben, Zahlen und vieler anderer Dinge, die eine erkennbare Symbolik gehabt haben. Ich bin 1956 geboren und befasse mich nun seit 40 Jahren intensiv mit Magie, Religion, Meditation, Astrologie, Psychologie und verwandten Themen. Im Laufe der Zeit habe ich ca. 40 Bücher und ca. 50 Artikel für verschiedene Zeitschriften verfasst. Seit 2007 habe ich meine jahrzehntelange Nebentätigkeit ausgeweitet und bin nun hauptberuflich Lebensberater. Dies umfasst die eigentlichen Beratungen, aber auch das Deuten von Horoskopen, Heilungen, Rituale, Hilfe bei Spukhäusern u.ä. Problemen, Ausbildung in Meditation und Feng Shui und vieles mehr. Auf meiner Website www.HarryEilenstein.de finden Sie einen Teil meiner neueren Artikel und auch einen ausführlichen Lebenslauf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 26.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741262586
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 3081 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Lexikon der germanischen Religion

Drachen: Sonnenring und Schreckenshelm

Der Drache wurde mit dem Ring und dem Ögishelm assoziiert, da sowohl der "Sonnen-Ring" als auch der "Schreckens-Helm" Symbole für die Jenseitsreise waren - vorzugsweise allerdings für die rituelle Reise der Schamanen und der Könige in das Jenseits zu dem Göttervater.

Zauberkundige Drachen

Diese Jenseitsreise ist die wichtigste Fähigkeit aller Schamanen und Zauberer - daher ist es nicht verwunderlich, daß die Drachen zauberkundig sind und die Zukunft vorhersehen können. Die Drachen haben einfach die Fähigkeiten der Personen, die als Schlangen/Drachen zu den Ahnen und Göttern reisen können, übertragen bekommen.

Eine späte Version dieses Motivs sind die Schlangen oder das Schlangengift als Zaubertrank-Zutat.

Drachen als Land-Wächter

Die ursprüngliche Vorstellung der Schlangen und Drachen als hilfreichen Ahnengeistern hat sich "vergrößerter Form" in der Vorstellung, daß Island von einem Riesen, einem Drachen, einem Adler und einem Stier beschützt wird, erhalten.

Drachen und Todes-Fluch

Die Assoziation der Drachen mit dem Tod (sie sind Totengeister) führte zu dem Motiv des Todes-Fluches auf den Drachenhorten. Dieselbe Umdeutung findet sich auch bei dem Sonnen-Jenseitsreise-Ring, der als zentrales Element des Hortes in den Hügelgräbern ebenfalls von einem "Helfer im Tod" zu einem "Verursacher des Todes" geworden ist.

Drachen: Jörmungandr

Die Midgardschlange ist ein Teil der Drachensymbolik, der sich schon sehr früh von der übrigen Schlangen-Symbolik getrennt hat. Jörmungandr ist eine riesige Schlange, die rings um Midgard im Weltmeer liegt und von Thor bekämpft wird. Sie wurde möglicherweise schon auf den skandinavischen Felsritzungen (1800-500 v.Chr.) dargestellt.

Siehe auch " Schlangen und Drachen ".

Drachenblut = Drachen

Drachenschiff Bereits in den frühgermanischen Steinritzungen in Südschweden (1800-500 v.Chr.) finden sich Schiffe mit Drachenköpfen, die Jenseitschiffe und Sonnenschiffe zu sein scheinen. Das dieser Vorstellung zugrundeliegende Motiv ist die Fahrt des damaligen Sonnengott-Göttervaters Tyr in einem Schiff über den Himmel und durch die Unterwelt. Dieses Schiff wird wie die Halle des Tyr, sein Schwert, sein Schild, die Mähne seiner Rosse usw. golden gewesen sein. Die Drachengestalt dieses Schiffes, d.h. der Drachenkopf am Bug und der Drachenschwanz am Heck identifizieren dieses Schiff mit Tyr als einem Totengeist, d.h. einer Schlange bzw. eines Drachen im Jenseits - in ähnlicher Weise ist Tyr bzw. die Sonne zugleich auch Tyrs Schild und ebenso sein Schwert.

Die klassischen Drachenschiffe der Wikinger (800-1100 n.Chr.) sind wie die Tempel der Wikinger reich beschnitzt und mit Gold eingelegt worden. Diese "goldenen Tempel" und "goldenen Schiffe" sind ein Hinweis auf die Sonne bzw. Tyr.

Vermutlich wollten die Wikinger von ihren gefährlichen Seefahrten in die Fremde genauso sicher wieder zurückkehren wie die Sonne bzw. Tyr (als Drache) des Morgens wieder von ihrer Fahrt durch die Unterwelt zurückkehrte.

Aus dem goldenen Sonnenschiff des Tyr wurde in den späteren Odin-zentrierten Mythen das magische Schiff Skidbladnir des Odin bzw. des Freyr, das stets guten Wind hatte. Der früzhere Name dieses Schiffes ist vermutlich "Ellendi" oder "Ellide" (Altes) gewesen. Dieses Schiff hat u.a. dem König Bele gehört, dessen Name ein sehr alter Name des Sonnengottes gewesen ist.

Das Motiv der Jenseitsreise in einem Schiff ist bei den Germanen weit verbreitet: der Umzug der Göttin Nerthus in einem Schiff, die Bestattung des Baldur in einem brennenden Schiff auf See, die Bestattung von Toten in Booten oder Schiffen, die Bestattung in Schiffs-Steinsetzungen, mittelalterliche Schiffs-Umzüge, Schiffsopfer in Sümpfen, das Jenseitsreise-Schiff Skidbladnir des Freyr/ Odin,

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen