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Die Italienische Reise: Zeugnis über den Beginn von Goethes Klassizismus von Holst, Patrick (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
eBook (PDF)
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Die Italienische Reise: Zeugnis über den Beginn von Goethes Klassizismus

Die erste Italienreise von Johann Wolfgang von Goethe gilt gemeinhin als Beginn der klassischen Schaffensphase des Dichters. Jahrzehnte später veröffentlichte Goethe über diese erste italienische Erfahrung sein Werk 'Italienische Reise'. Die Arbeit betrachtet in diesem Kontext Goethes 'Italienische Reise' und verfolgt hierbei die These, nach der dieses Werk als Zeugnis für den Epochenumbruch im Schaffen des Dichters hin zum Klassizismus gelesen werden kann. Hierzu werden zwei programmatische Schriften Goethes ('Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil'; 'Einleitung in die Propyläen') auf die prägnanten Merkmale seines Klassizismus untersucht. In einem zweiten Schritt analysiert die Arbeit dann das Werk 'Italienische Reise' im Kontext der zuvor herausgearbeiteten Merkmale und zieht abschließend ein Fazit in Bezug auf die formulierte These.

Patrick Holst, B.A., wurde 1984 in Lübeck geboren. Das Masterstudium der Fächer Germanistik und Wirtschaft/Politik schloss der Autor erfolgreich an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ab.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 49
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956846014
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 1968 kBytes
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Die Italienische Reise: Zeugnis über den Beginn von Goethes Klassizismus

Textprobe: Kapitel 2, Die italienische Reise Goethes: 2.1, Die Vorgeschichte der Reise: Am 7. November 1775 traf Goethe in Weimar ein, nachdem er zum Hof von Herzog Karl August berufen wurde. Goethe gelang in den folgenden Jahren eine große Karriere als Verwaltungsbeamter am Hofe des Herzogs. Am 11. Juni 1776 wurde er zum ,Geheimen Legationsrat' ernannt. Ein Jahr später übernahm Goethe den Vorsitz der Bergwerkskommission. 1779 schließlich erlangte der Dichter für seine Verdienste den Titel des ,Geheimen Rates', nachdem er weitere Aufgaben im Vorsitz der Kriegskommission und der Wegebau-Direktion übernahm. Als ihm der Herzog 1782 zusätzlich die Staatsfinanzen anvertraute, wurde der Autor des Werthers am 3. Juni 1782 geadelt. Diese Weimarer Jahre forderten den vollen Einsatz Goethes. Dies mag aufgrund der oben aufgezählten, zahlreichen amtlichen Verpflichtungen am Hofe des Herzogs nicht weiter verwundern. Dementsprechend war der dichterische Ertrag dieser Weimarer Jahre im Vergleich zu Goethes Zeit in Frankfurt relativ gering. Gleichzeitig widmete sich Goethe jedoch zunehmend den Naturwissenschaften und dem Zeichnen, was nicht zuletzt auch durch seine amtlichen Verpflichtungen begründet war. Diese neuen Interessen des Dichters erweiterten sein Verständnis und seine Anschauung von Natur. Diese ganze Entwicklung schritt so weit fort, dass Goethe seine Hauptbegabung bald nicht mehr im Dichten, sondern im Zeichnen sah. Als Vorgriff sei hier angemerkt, dass Goethe erst durch die Italienerfahrung sein Talent als Dichter erkennen und folglich Abstand von Zeichnen nehmen wird. Doch auch der Mensch Goethe musste sich in seinem neuen adeligen Umfeld verändern. Der ehemalige Rebell aus den Frankfurter Jahren brach mit seinen Überzeugungen des Sturm und Drang. Dies zeigte sich besonders prägnant an seinen höfischen Inszenierungen, die nun natürlich den Geschmack eines anderen Publikums treffen mussten. Nach all den Jahren am Hof von Weimar war Goethe dann schließlich 1786 erschöpft. Goethe musste sich den Weimarer Verpflichtungen entziehen und sich als Mensch wieder neu finden. Die Weimarer Jahre hatten den einstigen Stürmer und Dränger zutiefst verunsichert. Sei es in der Liebe mit den schwierigen Verhältnissen zu Charlotte von Stein oder in seiner Unsicherheit über die Bedeutung als Künstler. Letztlich erinnerte sich Goethe an seine Kindheit und an die Italienreise seines Vaters. Er beschloss somit, selbst nach Italien zu reisen. 2.2, Die Reise: In den frühen Morgenstunden des 3. September 1786 verließ Goethe Karlsbad, wo er sich wie jedes Jahr durch eine Trink- und Badekur erholte. Goethe brach damit vorerst sämtliche Beziehungen zur Heimat ab. Nur sein Sekretär Seidel und natürlich der Herzog waren in seine Pläne eingeweiht. Der Herzog erklärte sich gar bereit, Goethe die Reise auch finanziell zu sichern, indem er ihm das Gehalt weiterzahlte. Von seinen Freunden erhielt nur Herder eine Abschiedsnachricht. Fortan reiste Goethe unter dem Pseudonym Filippo Miller. Ergänzend zum falschen Namen gab Goethe sich ferner als Leipziger Maler aus. Auf seiner Reise nahm sich Goethe Johann Joachim Winckelmann als Vorbild. Dieser war 1755 nach Rom gekommen und hatte hier Karriere als Theoretiker über die Kunst des klassischen Altertums gemacht. Goethes erstes Reiseziel hieß Venedig, welches er am 28. September 1786 erreichte. Aus Venedig reiste Goethe am 14. Oktober ab und erreichte schließlich, nach Zwischenstationen in Ferrara, Bologna, Florenz und Perugia, am 29. Oktober 1786 Rom. Dort lebte Goethe im Kreise einiger deutscher Künstler und mit dem Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein gemeinsam in einer Wohnung am Corso. In Rom lernte Goethe außerdem Karl Philipp Moritz kennen. Dieser erste römische Aufenthalt endete am 21. Februar 1787. Tags darauf reiste der Dichter mit Tischbein nach Neapel, wo er Jacob Philipp Hackert kennenlernte, den Landschaftsmaler am Hofe Ferdinands I. von Neapel. Am 29. Mär

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