text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Fontanes 'femmes fragiles': Effi Briest, Cécile und Frau Jenny Treibel

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2013
  • Verlag: Science Factory
eBook (ePUB)
24,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Fontanes 'femmes fragiles': Effi Briest, Cécile und Frau Jenny Treibel

Fachbuch aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, , Sprache: Deutsch, Abstract: In seinen Berliner Gesellschaftsromanen rechnet Theodor Fontane mit der Bourgeoisie des ausklingenden 19. Jahrhunderts ab. Ob nun Effi Briest, die als junge Erwachsene den fast doppelt so alten Instetten heiraten muss, oder Frau Jenny Treibel, deren Geschichte die Bedeutsamkeit sozialer Unterschiede verdeutlicht: Die Hauptfiguren in Fontanes Gesellschaftsromanen haben es nicht leicht. Dieses Buch befasst sich mit drei der bekanntesten Gesellschaftsromane von Theodor Fontane: Effi Briest, Cécile und Frau Jenny Treibel. Aus dem Inhalt: Individuum und Gesellschaft bei Fontane, Züge der 'femme fragile' und Motive der Romantik, Das Bürgertum bei Theodor Fontane, Elfenbeinturmgelehrsamkeit und Geldsackgesinnung?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 113
    Erscheinungsdatum: 24.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656523420
    Verlag: Science Factory
    Größe: 334 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Fontanes 'femmes fragiles': Effi Briest, Cécile und Frau Jenny Treibel

Einleitung

Im Mittelpunkt meiner Arbeit wird der Berliner Frauenroman "Cécile" von Theodor Fontane stehen. Zunächst erfolgt ein Blick auf die Entstehung dieses Romans und danach eine ausführliche Inhaltsangabe inklusive einiger Interpretationsansätze. Im weiteren Verlauf werde ich einen Bezug von dem Roman "Cécile" auf die Epoche der Romantik herstellen diesen auf romantische Aspekte hin untersuchen und interpretieren. Der nächste Punkt dieser Arbeit wird das Frauenbild der "femme fragile" sein, welches zum Ende des 19. Jahrhunderts in der deutschen Literatur weit verbreitet war. Dies wird zunächst grundsätzlich und anschließend im Zusammenhang mit der Romantik erläutert. Auf der geschaffenen Grundlage der allgemeinen und der romantischen Interpretation von "Cécile" und der "femme fragile" kann nun hier ein Vergleich vorgenommen werden. Im letzten Punkt meiner Arbeit werde ich also Züge des Frauentypus "femme fragile" in Fontanes Figur der Cécile aufdecken und auswerten.
Zur Entstehung von "Cécile"

Die ursprüngliche Idee zum Berliner Frauenroman "Cécile" ist auf eine wahre Geschichte zurückzuführen, die Fontane beim Dinner mit einem gewissen Grafen Philipp zu Eulenburg am 21. Januar 1882 zu hören bekam und noch am selbigen Abend in seinem Tagebuch festhielt. So ereignete es sich, dass es zwischen dem Sohn vom Grafen Philipp, Lieutenant Graf Eulenburg, und dem Oberstleutnant von Alten beinahe zu einem Duell kam. Anlass hierzu bot die Verlobung des Lieutenant Eulenburg mit einem Fräulein von Schäffer-Voit. Als Antwort auf die Anzeige dieser Verlobung kam vom Kommandeur Alten: "Lieber Eulenburg, solche Dame liebt man, aber heiratet man nicht." [153] Eulenburg wollte aber nicht von der Verlobung absehen und so kam es zu einer Verurteilung von zwei Jahren Festung, von dieser wurde er aber nach nur sechs Wochen vom König pardoniert. Durch Versetzungen, um nicht weiter unter von Alten dienen zu müssen, konnte Eulenburg heiraten und ein Duell vermieden werden.

Dieser glückliche Verlauf unterscheidet sich ganz klar von dem in "Cécile". Die Geschichte um den Grafen Eulenburg ist also nur als Keimzelle zusehen. Fontane rückt in seiner Novelle die Frau in den Mittelpunkt. Das Bild der Figur Cécile hat mehrere reale Vorbilder gehabt. So ist ihre Nervosität und Apartheit, ihre auffallende Kleidung oder die Duldung frivoler, pikanter Gespräche auf Frauen zurückzuführen, deren Eindruck Fontane während des Schaffensprozesses empfing. [154] Auch die beschriebenen Orte in dem Werk sind vom Autor aufgesucht worden und somit realitätsgetreu beschrieben, so hielt er sich 1884/85, also vor und während der Niederschrift "Céciles", in Thale im Harz auf. [155]

Zunächst erschien "Cécile" 1886 in der Zeitschrift "Universum". Erst nach einigen Schwierigkeiten konnte die Buchausgabe 1887 folgen.

Fontane selbst betonte in mehrfachen Äußerungen, dass er "Cécile" zusammen mit "Effi Briest" für den Höhepunkt seiner Erzählkunst hielt. [156]
Inhaltsangabe und Interpretation

In dem von mir behandelten Berliner Frauenroman von Theodor Fontane geht es um eine junge, schöne Frau, die an ihrer Vergangenheit zerbricht.

Die Novelle beginnt mit einer Zugfahrt in den Harz, genauer nach Thale, wo die Hauptfigur Cécile sich erholen soll. Begleitet wird diese

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen