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Die didaktische Relevanz von Krimis für den Fremdsprachenunterricht Am Beispiel von 'The Red-Headed League' und 'El barco fantasma' von Schulze Wasserkönig, Kristin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.04.2009
  • Verlag: GRIN Publishing
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Die didaktische Relevanz von Krimis für den Fremdsprachenunterricht

Examensarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Im ersten Teil soll die Kriminalliteratur als Genre im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Im zweiten, darauf aufbauenden Teil, soll zunächst untersucht werden, inwiefern sich die Kriminalliteratur als Lektüre für den Spanisch- und Englischunterricht eignet. Der erste, literaturwissenschaftliche Teil dient der Vorbereitung auf den didaktischen Teil der Arbeit, indem er wesentliche Aspekte des Genres vorstellt, die die Schüler auch in einer Unterrichtssequenz zur Kriminalliteratur lernen sollen. Der Überblick über die Geschichte der Kriminalliteratur skizziert die Entwicklung des Genres in England und Spanien und zeigt die wichtigsten Strömungen innerhalb des Genres auf. Die daran anschließende Charakterisierung des Genres grenzt die verschiedenen Ausformungen der Kriminalliteratur, die häufig verwechselt werden, voneinander ab. Das hier aufgestellte Schema mit den wichtigsten Bausteinen einer Detektivgeschichte bildet, neben der folgenden Charakterisierung der Detektive, das zentrale Element an dem die Schüler in der Unterrichtssequenz des zweiten Teils ihren Vergleich aufziehen. Der erste Teil endet mit der Vorstellung der Autoren- Sir Arthur Conan Doyle und Manuel Vázquez Montalbán- ihrer Detektivgeschichten und ihrer Serienhelden. Das Kapitel soll verdeutlichen, wie einerseits die Serien- und andererseits ihre Titelfiguren gestaltet sind. Der Vergleich am Ende des Kapitels stellt eine Aufgabe dar, die auch die Schüler am Ende des beschriebenen Lektüreprojekts durchführen sollen. Der zweite Teil der Arbeit soll also zeigen, warum sich Krimis als Lektüre für den Fremdsprachenunterricht besonders eignen und wo ihre Vorteile und eventuellen Nachteile liegen. Es soll gezeigt werden, welche Funktionen ihr Einsatz erfüllt und welche Ziele durch die Arbeit mit Krimis erreicht werden können. Die formulierten Ziele - sowohl die genrespezifischen als auch die zu fördernden Interkulturellen Kompetenzen- werden am Ende des zweiten Teils den Ausgangspunkt für ein eigenes Lektüreprojekt zu 'The Red-Headed League' und 'El barco fantasma' (zwei Werken der vorher vorgestellten Autoren) bilden. Die entworfenen Stunden sollen Einblicke geben in die im ersten Teil der Arbeit beschriebenen Aspekte: Geschichte der Kriminalliteratur, Ausformungen und Spielregeln des Genres, Gestaltung der Hauptfigur allgemein und an zwei konkreten Beispielen, Einblick in das Werk, das Leben und die Zeit zweier berühmter Krimiautoren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 140
    Erscheinungsdatum: 28.04.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783640322558
    Verlag: GRIN Publishing
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V126190
    Größe: 1742 kBytes
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Die didaktische Relevanz von Krimis für den Fremdsprachenunterricht

2. Das Genre "Kriminalliteratur"

2.1 Kriminalliteratur vs. Verbrechensliteratur- eine Begriffsabgrenzung

Der vorangegangene Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Kriminalliteratur hat an einigen Stellen bereits deutlich gemacht, dass es nicht immer einfach ist, genau zu sagen, ob es sich bei einem Werk um einen Kriminalroman, einen Abenteuerroman oder vielleicht eine Subgattung des Genres handelt. Da am Ende dieser Arbeit die Kriminalliteratur zum Thema des Literaturunterrichts gemacht werden soll, in dem ein Ziel die genaue Kenntnis des Genres sein wird, muss zunächst definiert werden, was das Genre überhaupt ausmacht um damit weiterarbeiten zu können.

Die erste, sehr wichtige Unterscheidung, muss zwischen der Kriminalliteratur und der Verbrechensliteratur gemacht werden. Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Richtungen liegt darin, dass sich die Verbrechensliteratur hauptsächlich mit dem Täter und dessen Motivation für die Ausübung der Straftat auseinandersetzt. Die Kriminalliteratur hingegen konzentriert sich auf die Ermittlungen und gedanklichen Anstrengungen des Detektivs zur Aufklärung des Verbrechens. (vgl. Nusser 1992:1)

Innerhalb der Kriminalliteratur, die nun (im Hinblick auf die Kurzgeschichte The Red- Headed League und die Erzählung El barco fantasma die Thema der Unterrichtssequenz am Ende sein werden) im Zentrum der Untersuchung steht, werden jedoch wieder zwei Hauptrichtungen voneinander abgegrenzt:

Den einen Strang bzw. das eine Ende des Spektrums bilden der Detektivroman bzw. die Detektiverzählung (...), den anderen Strang bzw. das andere Ende des Spektrums bilden der "Thriller" (...) oder der "kriminalistische Abenteuerroman" bzw. die "kriminalistische Abenteuererzählung". (Nusser 1992:2)

Im Thriller, der hier als zweiten Strang der Kriminalliteratur bezeichnet wird, arbeitet der Detektiv oder Polizeibeamte anders als im Detektivroman. Hier stehen nicht die gedanklichen Anstrengungen zur Lösung des Falls im Vordergrund, sondern die Verfolgungsjagd "eines schon bald identifizierten oder von vorneherein bekannten Verbrechers." (Nusser 1992:3) Auf den Thriller soll hier aber nicht weiter eingegangen werden.

2.2 Detektivroman vs. Kriminalroman

Uneinigkeit besteht, wenn es darum geht, den Begriff "Detektivroman" von dem Terminus "Kriminalroman" abzugrenzen. Nusser macht in seiner Analyse des Genres auf die bestehenden Probleme der Differenzierung innerhalb der Kriminalliteratur aufmerksam. Er stellt heraus, dass sich für eine klare Abgrenzung zwischen dem Kriminalroman und der Kriminalerzählung (bzw. dem Detektivroman und der Detektiverzählung, dem Thriller und der kriminalistischen Abenteuererzählung) in der Literatur keine "rechten Grundlagen" finden. (vgl. Nusser 1992:4) In älteren Werken, wie bei Hasubek [15] werden die Bezeichnungen Detektivroman und Kriminalroman jedoch als in Konkurrenz zueinander stehende Begriffe verwendet. Hasubek macht darauf aufmerksam, dass in der literaturwissenschaftlichen Forschung schon oft versucht wurde beide Begriffe voneinander abzuheben. Das Ergebnis dieser Versuche fasst er in folgendem Schema zusammen: (Hasubek 1974: 17/18)

Das Schema macht deutlich, dass zwischen beiden Typen des Genres der Kriminalliteratur Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede bestehen, die eine Differenzierung beider Begriffe voneinander zu erlauben scheint. Es ist zu erkennen, dass der Leser im Detektivroman viel weniger von auslösenden

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