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Lean Production Praktische Umsetzung zur Erhöhung der Wertschöpfung von Brenner, Jörg (eBook)

  • Verlag: Carl Hanser Fachbuchverlag
eBook (ePUB)
31,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Lean Production

Die klassischen Herausforderungen in Produktionsbetrieben sind die Themen Bestände, Kapazität und Produktivität sowie Qualität und Verschwendung.

Dieses Buch zeigt mit Hilfe von 50 Fallbeispielen, wie diese Herausforderungen bewältigt werden können. Hauptziel ist die Erhöhung der Wertschöpfung in der Produktion durch schlanke Prozesse.

Zunächst wird das anstehende Problem des jeweiligen Falles analysiert und es werden geeignete Werkzeuge zur Problemlösung vorgestellt. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass zahlreiche Beispiele aus Industrien kommen, die durch eine hohe Komplexität und Produktvielfalt gekennzeichnet sind.

Danach werden alle Schritte von der Analyse bis zur Bewertung der Ergebnisse aufgezeigt. Der Autor geht auf wichtige Rahmenbedingungen ein, wie Führungsverhalten, Einbeziehung der Mitarbeiter und Lieferanten sowie den Umgang mit Daten.

Der Leser wird immer wieder ermuntert sich Zeit zu nehmen, um die Abläufe in der Produktion wirklich zu verstehen und zu überlegen, was tatsächlich passiert. Der Autor greift hier auf einen reichen Erfahrungsschatz aus seiner Praxis zurück. Er zeigt, dass viele Mängel in Prozessen auf diese Weise erkannt und behoben werden können. Jedes einzelne Fallbeispiel soll zu einem Verständnis beitragen, was möglich ist, um durch Beobachten, Nachdenken und Handeln grundlegende Verbesserungen zur Erhöhung der Wertschöpfung herbeizuführen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 376
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446452091
    Verlag: Carl Hanser Fachbuchverlag
    Größe: 34601kBytes
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Lean Production

1 Kapazitätsengpässe und Produktivitätsverluste 1.1 Arten von Kapazitätsengpässen und Produktivitätsverlusten
Grundsätzlich sind die Gründe für Verluste von Kapazität und Produktivität mehr oder weniger identisch, weshalb sie auch beide zusammen in diesem Kapitel behandelt werden. Um jedoch ein klareres Verständnis der Unterschiede zu erlangen, welches für die weiteren Abschnitte hilfreich sein wird, eine kurze Definition:

Produktivität

Für die Produktivität wird normalerweise folgende Formel verwendet:

Produktivität = Output/Input oder Ausbringungsmenge/Einsatzfaktoren

Der Output wird in Einheiten des Faktors, den wir produzieren wollen, wie Stückzahlen, Kg, Liter etc. gemessen; der Input dagegen wird in dem angegeben, was wir zur Produktion einsetzen, wie Mitarbeiter- oder Maschinenstunden. Wenn wir also von Produktivitätssteigerung sprechen, so wollen wir entweder mit dem gleichen Input mehr Output erreichen, gleich viel Output mit weniger Input, oder beides zusammen. Sprechen wir allerdings von Kapazität, so definieren wir, entweder wie viel Input uns zur Verfügung steht oder wie viel wir benötigen, um einen gewissen Output zu erreichen. Wenn wir demnach in der Produktivitätsformel den Output bei gleich bleibendem Input erhöhen, so steigern wir automatisch auch die Kapazität. Mit einem Produktivitätsprojekt will man normalerweise die Kosten reduzieren, mit einem Kapazitätsprojekt allerdings liegt der Fokus klar auf der Erhöhung des Outputs. Im Prinzip kommt es also nur auf die Betrachtungsweise an.

Welche Verschwendungsarten werden betrachtet?

Da das Thema der sieben Arten der Verschwendung in der Literatur mehr als ausreichend behandelt wurde, nur ein ganz kurzer Überblick zu den drei Arten, die in diesem Kapitel im Mittelpunkt stehen werden: Bewegung, Transport und Wartezeit.

Sieben Arten der Verschwendung

Von den sieben Arten der Verschwendung sind bis auf die Bestände alle Thema der Kapazität und Produktivität ( Ohno 1988 ):

Bewegungen

Transport

Wartezeiten

Überbearbeitung

Überproduktion

Korrekturen und Fehler.

Grundsätzlich ist der Gedanke der Verschwendung (japanischer Begriff Muda), dass Tätigkeiten in wertschöpfende und nicht-wertschöpfende Komponenten unterteilt werden. Die nicht-wertschöpfenden sollen als Verschwendung so weit als möglich reduziert oder ganz eliminiert werden. Die klassischen Arten der Verschwendung, wie sie von Taiichi Ohno beschrieben worden waren, wurden über die Jahre durch weitere ergänzt, wie z. B. die Verschwendung von Talenten. Weitere wichtige Begriffe in diesem Zusammenhang sind Muri (Überlastung von Mensch oder Maschine) und Mura (Unregelmäßigkeiten im Prozess).

Es wird in den Fallbeispielen auch versucht, eine klare Trennung zwischen nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten von Mitarbeitern und Anlagen einzuhalten. Im Kapitel zu den Beständen werden in fast allen Fallbeispielen gravierende Änderungen in den Abläufen notwendig, um Ergebnisse zu erzielen. Bei diesem Thema können allerdings bereits mit kleinen Veränderungen Produktivitäts- und Kapazitätssteigerungen erreicht werden. Daher werden auch zahlreichere, aber kürzere Fallbeispiele kommen, die Ihnen eine Vielzahl an unterschiedlichen Ansätzen aufzeigen sollen.

Bewegung und Transport werden einen ganz klaren Fokus auf Mitarbeiter haben. Bei der Verschwend

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